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… heißt “Lachender Fluß”, die erste Folge ist bereits online, und hier ist er zu finden:
http://lachenderfluss.podspot.de/

Das Thema: Schamanismus (Hawaiianisch und essentiell).

Das mag sich mancher Abonnent oder Besucher meines Blogs schon gefragt haben, wenn er sich die Daoismus-Einträge der vergangenen Monate so durchliest.

Nur, damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich bin nach wie vor der Meinung, daß Gott existiert, und zwar manchmal personifiziert, und manchmal als formloses Wölklein, wenn ihr wißt, was ich meine.

Interessanterweise führt mich die Beschäftigung mit den daoistischen Grundprinzipien immer wieder sehr, sehr nahe zum Göttlichen, so unbeschreiblich es ist.

Nicht umsonst haben weder die alten Buddhisten, noch die alten Daoisten, die Existenz des Göttlichen bezweifelt. Mein ganz persönliche Erfahrung ist die, daß Daoismus tatsächlich in schamanistischer Praxis enthalten ist. Die “schweigende Betrachtung” oder das “Utiseta” der Germanen sind heute noch existierende Beweise dafür.

Als Fazit die Antwort auf die eingangs gestellte Frage: Hier! Da, wo wir gerade sind.

…sei mir bereits der Hinweis auf meine andere Webseite erlaubt, die sich ausschließlich mit meinem Kurs- und Seminarangebot beschäftigt:
http://www.lachenderfluss.com. Die Seite ist zwar schon online, aber die Seminare gehen erst im Herbst dieses Jahres an den Start.

Der Aufbau der Lachender Fluß-Seiten war auch der Grund, warum ich in den letzten Wochen nichts mehr geschrieben habe. Wird sich alles wieder bessern :)

Indogermanisch wird natürlich weiter bestehen — und wie!

Die Stuttgarter Zeitung hat heute Peter Glasers grafische Übersicht der Weltreligionen online gestellt. Wirklich sehenswert.

zum Vergrößern bitte draufklicken

 

Und dazu fällt mir nun mal überhaupt nix mehr ein, bis auf eines: war klar, daß ein Trio von Mädels (zwei 17- und eine 20-Jährige), die allen Ernstes bei Mitgliedern der Gemeinde DEN TEUFEL AUSZUTREIBEN GLAUBEN, nur eines sein kann. Amerikanisch. Gütige Götter, auch die gehörnten, steht mir bei.

Gut, gut, gut. Ich gestehe.

Wer meinen spirituellen Werdegang kennt (und das tun *wirklich* nur zwei Leute, die mich eben begleiten, seit ich 14 bin), der weiß, daß ich ein zutiefst religiöser (oder sollte ich sagen spiritueller) Mensch bin, der gerne Ausflüge ins Reich des Daoismus unternimmt.

Beide Dinge, Spiritualität und Daoismus, gehen für mich Hand in Hand. Das Verweilen mit allen Sinnen, das Annehmen dessen, was mir gegeben wird, ist ein Kernkriterium des (philosophischen) Daoismus, der mich mit zuverlässiger Regelmäßigkeit die göttliche Schönheit unserer Welt sehen läßt. Tatsächlich kann ich gar nicht anders, als mich zu bedanken, wenn ich jeden Tag aufstehe und spüre, daß ich am Leben bin.

Ich habe vor einigen Tagen über eine schöne Eigenschaft des Daoismus gesprochen: nämlich die, daß er so rücksichtsvoll gegenüber anderen Weltanschauungen ist. Das ist für meinen spirituellen Alltag enorm wichtig und war unter anderem ein Grund, warum ich lange Zeit hinduistisch praktizierte. Andersrum gilt das natürlich auch für den Schamanismus (also das, was wir moderne Westler uns von den alten schamanischen Praktiken abschauen und verwenden) und das Schamanentum (the real thing). Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze und jedes Ding hat seinen eigenen Zugang zur Nichtalltäglichen Wirklichkeit. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die Ansichten aus — und alle haben sie recht, denn sie werden von demjenigen, der sie wahrnimmt, eben genau in dieser Form wahrgenommen.

Und dieser nicht eben elegante Ausflug in die bunte Welt der Ansichten ermöglicht mir einen Schwenk zum Buch, das ich gerade schreibe. Ich hatte ursprünglich geplant, es “Vielleicht” zu nennen. Dieser Titel hätte gut gepaßt, wenn ich den Fokus auf grundsätzlichem Daoismus belassen hätte. Das aber habe ich nicht. Mein tägliches Leben ist geprägt von daoistischen und schamanischen Momenten: daoistisch, weil es mir um das Akzeptieren und Annehmen geht, und schamanistisch, weil ich Freunden und Familie helfe, wenn es ihnen schlecht geht, körperlich und/oder seelisch, und weil ich diese Hilfe auf schamanischem Wege gestalte.

Meiner Ansicht nach, und das ist natürlich nur meine Erfahrung, läßt sich der philosophische Daoismus eingliedern in die schamanistische Praxis. Oder, weniger kompliziert: Daoismus ist Teil der schamanistischen Praxis.

Das wird sich auch in meinem Buch widerspiegeln; ein Teil dreht sich um einfache schamanistische Prinzipien und Techniken, und der andere Teil behandelt die Gelassenheit, die dadurch entsteht, daß man weiß, daß die persönlichen Schutzgeister und letztenendes Gott die Hand über einen halten.

Den neuen Titel weiß ich übrigens noch nicht ;)

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